Marokko Rundreise vom 18.04. – 28.04.2026
Von Casablanca über Rabat und Tanger bis nach Fès. Weiter nach Erfoud,
Ouarzazate
und Abschluss in Marrakesch


Ankunft in Casablanca und Fahrt bis Tanger

Am Abend des 18. April begann unser Marokko-Abenteuer mit dem Flug von Frankfurt nach Casablanca. Mit Lufthansa hoben wir um 21:50 Uhr ab und landeten planmäßig um 01:30 Uhr in der pulsierenden Metropole am Atlantik.

Nach der nächtlichen Ankunft wurden wir herzlich von unserem Reiseleiter Armin empfangen. Gemeinsam mit unserer 21-köpfigen Reisegruppe ging es direkt zum Best Western Plus Casablanca, wo wir für ein paar Stunden Schlaf einkehrten – schließlich wartete am Morgen bereits ein intensiver erster Reisetag auf uns.

Um 9:00 Uhr starteten wir mit unserem Busfahrer Haman sowie den Begleitern Mohamed und Armin zur Erkundung. Unser erster Halt war die beeindruckende Hassan-II.-Moschee – eines der größten religiösen Bauwerke der Welt. Direkt am Atlantik gelegen, beeindruckte sie uns mit ihrer monumentalen Architektur und der einzigartigen Lage über dem Meer.

Weiter ging es entlang des lebhaften Boulevards von Casablanca, bevor wir Kurs auf Rabat nahmen. Dort besichtigten wir das prachtvolle Mausoleum Mohammed V., eine bedeutende Gedenkstätte und architektonisches Highlight der Hauptstadt.

Am Nachmittag führte uns die Route weiter Richtung Norden. Ein besonderer Zwischenstopp war der Aussichtspunkt Signpost of Atlantic & Mediterranean – ein symbolischer Ort, an dem sich Atlantik und Mittelmeer begegnen. Der Blick über die Küstenlandschaft war schlicht atemberaubend.

Die Weiterfahrt nach Tanger gestaltete sich jedoch deutlich zäher als erwartet: dichter Wochenend-Rückreiseverkehr sorgte für einen langen Stau. Dennoch erreichten wir am Abend unser Ziel, das Marina Bay Hotel.

Nach dem Check-in unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Dar Al-Baroud Tower, von wo aus wir einen ersten Eindruck dieser faszinierenden Hafenstadt gewinnen konnten.

Ein langer, aber eindrucksvoller erster Tag ging zu Ende – voller neuer Eindrücke, Landschaften und kultureller Highlights.


Von Tanger über Chefchaouen nach Fès

Der zweite Tag begann früh – unser Ziel war die Königsstadt Fès. Doch bevor wir die lange Strecke in Angriff nahmen, erkundeten wir noch einige Highlights rund um Tanger.

Unser erster Halt führte uns zu den Nécropoles Punicoromaines. Von dort bot sich ein spektakulärer Blick über die Straße von Gibraltar bis hin nach Tarifa und Gibraltar – Afrika und Europa zum Greifen nah.

Ein echtes Highlight war der anschließende Besuch im legendären Café Hafa. Auf der Terrasse, hoch über dem Meer, genossen wir bei einem Getränk die fantastische Aussicht – ein Moment, der lange in Erinnerung bleibt.

Zurück in der Stadt ging es zum lebendigen Grand Socco, vorbei an der Mosquée Sidi Bouabid und durch das Tor Bab Al Fahs hinein in die Altstadt. Hier spürten wir das authentische Flair Tangers – ein Mix aus Geschichte, Kultur und Alltag.

Nach dieser intensiven Stadterkundung führte uns die Reise weiter ins Landesinnere. Zur Mittagspause kehrten wir im Restaurant Sed Nakhla ein – idyllisch gelegen am Stausee Barrage Nakhla.

Am Nachmittag erreichten wir eines der absoluten Highlights der Reise: Chefchaouen – die berühmte „blaue Stadt“. Auf über 700 Metern Höhe gelegen, verzauberte sie uns sofort mit ihren blau getünchten Häusern und engen Gassen.

Unser Spaziergang führte uns vom Bab el Mahrouk durch die verwinkelten Straßen, vorbei am Bab El Onsar bis hin zum Ras El Maa – einer kleinen Quelle am Rande der Stadt. Unser Hotel, das Hotel Jibal Chefchaouen, bot den perfekten Ausgangspunkt für diesen unvergesslichen Aufenthalt.

Nach diesem eindrucksvollen Stopp setzten wir unsere Reise fort. Unterwegs passierten wir den Pont du Loukkos, eine historisch bedeutende Brücke, die einst die Grenze zwischen französischem und spanischem Protektorat markierte.

Ein kurzer Halt beim Motel Rif sorgte für eine kleine Stärkung, bevor wir am Barrage Sidi Chahed frischen Orangensaft genossen – für nur 20 Dirham ein herrlich erfrischender Genuss.

Am Abend erreichten wir schließlich Fès und unser Hotel, das Hotel Les Mérinides. Nach dem Abendessen ließen wir den Tag mit einem Spaziergang zum nahegelegenen Aussichtspunkt Vue panoramique El Meriniyine ausklingen. Der Blick über die Lichter der Stadt war der perfekte Abschluss eines ereignisreichen Tages.


Die Königsstadt Fès entdecken

Der Morgen begann mit einem herrlichen Ausblick über die Dächer von Fès. Von unserem Hotel hoch über der Stadt konnten wir bereits erahnen, welche Dimensionen die älteste der marokkanischen Königsstädte besitzt.

Mit dem Bus fuhren wir zunächst zum Boulevard Boukhsissat. Am historischen Stadttor Bab Al Amer begann unsere Erkundung der berühmten Medina von Fès. Gemeinsam mit unserem Guide tauchten wir in eine andere Welt ein. Hinter den mächtigen Mauern erwartete uns ein Labyrinth aus engen Gassen, kleinen Werkstätten, Märkten und Wohnhäusern.

Schon nach wenigen Minuten wurde klar, warum die Altstadt von Fès als eine der faszinierendsten historischen Städte der islamischen Welt gilt. Zwischen Händlern, Handwerkern, Eselskarren und Einheimischen herrschte ein ständiges Kommen und Gehen.

Ein erster Halt erfolgte am Bab Al Qsar. Anschließend besuchten wir die wunderschönen Jnan-Sbil-Gärten. Nach dem Trubel der Medina wirkte die grüne Oase mit ihren Palmen, Brunnen und schattigen Wegen beinahe wie eine andere Welt.

Weiter ging es zum Borj Sud. Von der historischen Festungsanlage bot sich ein fantastischer Panoramablick auf die riesige Medina von Fès. Von hier oben wurden die Ausmaße der Stadt erst richtig sichtbar.

Ein weiteres Highlight war der Besuch von Art Naji. Die traditionelle Keramikwerkstatt zeigte eindrucksvoll, mit welcher Präzision und Geduld die berühmten marokkanischen Mosaike und Keramiken hergestellt werden. Handwerkskunst auf höchstem Niveau.

Anschließend tauchten wir erneut in die endlosen Gassen der Altstadt ein. Überall wurde gehandelt, gearbeitet, gekocht und verkauft. Die Medina wirkte wie ein lebendiges Freilichtmuseum.

Zum Mittagessen kehrten wir im Restaurant Nejjarine ein. In angenehmer Atmosphäre konnten wir uns stärken und die bisherigen Eindrücke Revue passieren lassen.

Am Nachmittag besuchten wir eine traditionelle Stoffweberei und erhielten Einblicke in die jahrhundertealten Techniken der Textilherstellung.

Danach standen zwei bedeutende Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: die Medersa Attarine mit ihren prachtvollen Verzierungen sowie die berühmte Moschee al-Qarawiyin, die als eine der ältesten kontinuierlich betriebenen Bildungseinrichtungen der Welt gilt.

Über den Seffarine-Platz mit seinen Kupferschmieden führte unser Weg schließlich zu den berühmten Chouara-Gerbereien. Das riesige Areal mit seinen zahlreichen Farbbecken zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Fès. Der Anblick der traditionellen Lederverarbeitung beeindruckte ebenso wie die jahrhundertealten Arbeitsmethoden.

Am späten Nachmittag kehrten wir voller Eindrücke ins Hotel zurück. Fès zeigte sich als faszinierende Stadt voller Geschichte, Kultur und Handwerkskunst.


Von Fès durch den Mittleren Atlas nach Erfoud

Heute lag eine lange, aber landschaftlich abwechslungsreiche Strecke vor uns. Früh am Morgen verließen wir Fès in Richtung Süden.

Die Route führte zunächst über den Place de la Résistance hinaus aus der Stadt. Nach einigen Stunden erreichten wir die Station Ziz, wo wir eine erste Pause einlegten.

Anschließend ging es weiter nach Ifrane. Die Stadt wird aufgrund ihrer gepflegten Straßen, ihrer sauberen Parkanlagen und ihrer europäischen Architektur oft als „Schweiz Marokkos“ bezeichnet. Im De La Paix Botanical Garden genossen wir die ruhige Atmosphäre. Natürlich durfte auch ein Foto mit der berühmten Löwenstatue von Ifrane nicht fehlen.

Über Zaida führte die Reise weiter zum Restaurant 7. Während des Mittagessens bot sich ein überraschender Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas. Ein beeindruckender Kontrast zur Wüstenlandschaft, die uns in den kommenden Tagen erwarten sollte.

Die moderne Nationalstraße RN17 überraschte mit großzügig ausgebauten Fahrbahnen und sogar Radwegen entlang weiter Strecken.

Ein Höhepunkt des Tages war der Aussichtspunkt über das Ziz-Tal. Von hier aus bot sich ein grandioser Blick auf den Ziz-Fluss und die ausgedehnten Palmenoasen von Zoula und den umliegenden Dörfern. Das satte Grün der Oasen bildete einen faszinierenden Kontrast zu den rotbraunen Bergen der Umgebung.

Nach einem langen Reisetag erreichten wir schließlich Erfoud am Rand der Sahara. Unser Quartier, das Kasbah Hotel Chergui, überzeugte sofort mit seinem traditionellen Stil, großzügigen Zimmern und angenehmer Atmosphäre.


Märkte, Fossilien und Wüstenstimmung rund um Erfoud

Der heutige Tag begann etwas entspannter.

Erster Programmpunkt war der Besuch der Macro Fossiles Kasbah. Die Region rund um Erfoud ist weltweit für ihre Fossilien bekannt. In den Werkstätten konnten wir beobachten, wie Millionen Jahre alte Fossilien freigelegt, geschliffen und zu beeindruckenden Kunstwerken verarbeitet werden.

Natürlich fehlte auch ein großer Verkaufsbereich nicht, in dem zahlreiche Fossilien, Tische, Schalen und Dekorationsgegenstände angeboten wurden.

Danach ging es nach Rissani. Der dortige Souk gilt als einer der ursprünglichsten Märkte Marokkos. Hier erlebten wir authentisches Marktgeschehen mit Gewürzen, Kleidung, Werkzeugen, Tieren und unzähligen weiteren Waren. Das geschäftige Treiben vermittelte einen eindrucksvollen Eindruck vom traditionellen Handel in Nordafrika.

Ein weiterer Halt führte uns zum Mausoleum von Moulay Ali Cherif, dem Begründer der heutigen marokkanischen Herrscherdynastie.

Am Abend stand für viele Teilnehmer ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: ein Sundowner-Ausflug in die Wüste. Während zahlreiche Mitreisende die Dünenlandschaft bei Sonnenuntergang genossen, entschieden wir uns für einen ruhigen Abend im Hotel.

Die Rückkehrer berichteten später begeistert von einem unvergesslichen Erlebnis mit spektakulären Farben über den Dünen der Sahara.


Durch die Todra-Schlucht nach Ouarzazate

Früh am Morgen verließen wir Erfoud und machten uns auf den Weg nach Ouarzazate.

Die erste Pause erfolgte im Café Restaurant Itran, bevor die Fahrt durch die beeindruckenden Landschaften Südmarokkos weiterging.

Über Tinghir und Toudgha El Oulia erreichten wir schließlich die berühmte Todra-Schlucht. Die bis zu mehrere hundert Meter hohen Felswände ragen links und rechts nahezu senkrecht empor und bilden eine der spektakulärsten Naturlandschaften des Landes.

Bei einer ausgedehnten Wanderung durch die Schlucht konnten wir die gewaltigen Dimensionen dieses Naturwunders hautnah erleben. Die engen Passagen, die steilen Felsen und das klare Wasser machten den Aufenthalt zu einem Höhepunkt der Reise.

Zum Mittagessen kehrten wir im Restaurant Inass in Imziln ein. In entspannter Atmosphäre stärkten wir uns für die Weiterfahrt.

Auf der Nationalstraße RN10 begleiteten uns anschließend immer wieder beeindruckende Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel des Hohen Atlas. Gleichzeitig war in der Ferne der markante Turm des Noor-3-Solarkraftwerks sichtbar, der selbst aus großer Entfernung das Landschaftsbild prägt.

Kurz vor Ouarzazate legten wir noch einen Halt an der Kasbah Taourirt ein. Die historische Lehmfestung vermittelt einen Eindruck von der früheren Bedeutung der Stadt als Karawanenstation.

Anschließend besuchten wir den Teppich- und Schmuckladen Labyrinth Du Sud in Tabounte.

Am Abend erreichten wir schließlich unser Hotel Karam Palace. Nach einem langen und abwechslungsreichen Tag waren alle froh, das Tagesziel erreicht zu haben.


Von Ouarzazate über den Hohen Atlas nach Marrakesch

Heute führte unsere Route von Ouarzazate nach Marrakesch.

Die Region gilt als Zentrum der marokkanischen Filmindustrie. Schon kurz nach der Abfahrt passierten wir die Atlas Studios und die CLA Studios. Zahlreiche internationale Produktionen wurden hier gedreht, weshalb Ouarzazate oft als das „Hollywood Marokkos“ bezeichnet wird.

Anschließend erreichten wir Aït Ben Haddou, eine der bekanntesten Kasbahs Nordafrikas und UNESCO-Weltkulturerbe.

Über den Fluss Asif Ounila stiegen wir hinauf zum alten Speicher Vieux Grenier. Von dort bot sich ein grandioser Blick auf die Kasbah und die umliegende Landschaft. In dieser einzigartigen Kulisse entstanden zahlreiche bekannte Filmproduktionen, darunter „Lawrence von Arabien“, „Gladiator“, „Die Bibel“ und Szenen der Serie „Game of Thrones“.

Nach einer Rast in Rafik begann der spektakuläre Anstieg zum Tizi n’Tichka-Pass. Mit 2.260 Metern Höhe ist er einer der bekanntesten Gebirgspässe Marokkos.

Die Straße schlängelte sich in unzähligen Kurven durch die Bergwelt des Hohen Atlas. Immer wieder eröffneten sich fantastische Ausblicke auf Täler, Berghänge und kleine Berbersiedlungen.

Zum Mittag machten wir Halt im Restaurant Tagudalt. Von dort bot sich ein weiter Blick in Richtung Marrakesch-Ebene.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des von André Heller gestalteten Parks Anima. Die Kombination aus exotischen Pflanzen, Kunstobjekten und fantasievollen Installationen machte den Park zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Marrakesch. Unser Quartier für die kommenden Tage war das Hotel Grand Plaza.

Nach dem Abendessen unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang zum nahegelegenen Théâtre Royal sowie zum modernen Bahnhof Gare ONCF Marrakesch. Leider war das Theater bereits geschlossen, dennoch vermittelte die Umgebung einen ersten Eindruck von der modernen Seite Marrakeschs.

Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende. Hinter uns lagen die Wüstenregionen und die Bergwelt des Atlas. Vor uns wartete nun die vielleicht berühmteste Stadt Marokkos: Marrakesch.



Tag 8: Marrakesch

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Tag 9: Marrakesch

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Tag 10: Heimflug von Marrakesch nach Frankfurt

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