Radtouren am Bodensee
Vom 24. bis zum 29. Mai 2022 wurden wir von unseren Kindern zu einem Aufenthalt an den Bodensee eingeladen. Im Reisegepäck hatten wir unsere Fahrräder mit vollgepackten Gepäcktaschen dabei. Fünf Übernachtungen im ABC-Hotel Konstanz standen auf dem Programm.
Vom 24. bis zum 29. Mai 2022 wurden wir von unseren Kindern zu einem Aufenthalt an den Bodensee eingeladen. Im Reisegepäck hatten wir unsere Fahrräder mit vollgepackten Gepäcktaschen dabei. Fünf Übernachtungen im ABC-Hotel Konstanz standen auf dem Programm.
Beim ABC-Hotel handelt es sich um ein 3 Sterne Hotel im Stadtteil Petershausen-West ca. 300 m vom Bahnhof entfernt. Das Stadtzentrum Konstanz in 2km Entfernung war bequem zu Fuß zu erreichen. Mit dem Fahrrad waren es nur wenige Minuten.
Die Zimmer verfügten über eine Standardausrüstung mit ausgezeichnet funktionierendem WLAN. Das Personal war sehr freundlich und im Frühstücksraum wurde ein den Hotelsternen angemessenes Frühstück serviert.
Für die Fahrräder standen ein abgeschlossener Raum zur Verfügung. Wer allerdings zu spät kam mußte sein Fahrrad im Freien beim Hoteleingangsbereich abstellen. Der Bereich war Videoüberwacht.
Inhaltsverzeichnis
Anreise (32km)
Die S5 brachte uns bis zum Hauptbahnhof Stuttgart. Weiter ging es mit dem IC Richtung Singen. Unsere Fahrradplatzreservierung war für den 25. Mai ausgestellt, heute hatten wir den 24.Mai – Was für ein Faux-pas – Wir hatten Glück, die Reservierung unseres Wagens wurde nicht wahrgenommen. Sonst hätten wir mit dem Radl nach Singen fahren müssen. Ohne Reservierung geht normal auf dieser Strecke nix.
Nach einer gemütlichen Zugfaht sind wir in Singen angekommen. Da das Wetter stabil schön war entschieden wir uns mit dem Rag nach Konstanz zu fahren. Entlang der Überlinger Sees erreichten wir den Bahnhof Petershausen West. Bis zum ABC-Hotel waren es noch ca. 300 m Fahrt.
– Komoot: Mit dem Rad von Singen (Hohentwiel) nach Petershausen –
Nach dem Einchecken warteten wir auf unsere Kids. Die wenig später im Hotel eintrafen. Den ersten Abend genossen wir gemeinsam mit einer Sicghtseeingtour durch Konstanz – zu Fuß.
Tour 1 – Romanshorn (CH), Friedrichshafen und Meersburg (69 km)
– Komoot: Mit dem Rad von Petershausen nach Romanshorn, Friedrichshafen, Meersburg und zurück –
Unsere erste Tour führte uns von Konstanz über Kreuzlingen nach Romanshorn, mit der Fähre nach Friedrichshafen und über Meersburg wieder mit einer Bodenseefähre zurück nach Konstanz. Wir genossen die gut ausgebauten Radwege insbesondere in der Schweiz , den herrlichen Blick auf den Bodensee und die umgebende Landschaft.
Nach dem Frühstück begannen wir die Tour in Petershausen und radelten durch die Altstadt vorbei am Konstanzer Münster und dem Imperia-Denkmal Richtung Kreuzlingen. An der Bodensee-Promenade überquerten wir die Grenze zur Schweiz. Bis Romanshorn fuhren wir entlang des meist flachen, gut ausgebauten und gut ausgeschilderten Bodensee-Radwegs. In Romanshorn angekommen buchten wir nahmen wir gleich die nächste Fähre nach Friedrichshafen. Das Hafengebietes hatte einen schweizerischen Scharm, leider konnten wir diesen nicht länger genießen.und das Locorama Eisenbahnmuseum wäre bestimmt ein Besuch wert gewesen.
Die Überfahrt dauerte ca. 40 min und bot uns eine wunderschöne Aussicht auf den Bodensee. In Friedrichshafen angekommen radelten wir nach einer kurzen Pause vorbei am Zeppelin Museum – die Ausstellung „200 Tonnen leichter als Luft“ war bereits zu Ende – an der Uferpromenade entlang Richtung Westen nach Meersburg. Auf der mit Radlern gut gefüllten Strecke mußten wir leider einige Baustellen umfahren. Über Immenstaad und Hagenau erreichten Meersburg. Den schönen Hafen und seinem tollen Ausblick auf das Schloss Meersburg genossen wir eine Zeit lang. Wir schlenderten an der Uferpromenade vorbei bis hoch in die charmante Altstadt. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden hier für eine Erholungspause ein.
Für die Überfahrt von Meersburg zurück nahmen wir die Fähre. 15 min später waren wir Konstanz angekommen. Wir radelten nach Petershausen, stellten unsere Fahrräder ab und zogen zu Fuß in die Konstanzer Altstadt.
Zum Abschluß machten wir Halt in angenehmer Atmosphäre beim Kulturkiosk Schranke e.V..
Schee war’s!
Tour 2 – Besuch des Rheinfalls (CH) (67km)
– Komoot: Mit dem Rad vom Rheinfall nach Petershausen –
Unsere 2. Tour führte uns zum Rheinfall in die Schweiz. Mit dem Zug fuhren wir von Petershausen über Singen am Hohentwiel direkt nach Schaffhausen. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt besuchten wir den Munot – Das Wahrzeichen von Schaffhausen.
Der Munot – Wahrzeichen von Schaffhausen
Der Munot ist eine imposante Festung aus dem 16. Jahrhundert, die hoch über der Stadt Schaffhausen in der Schweiz thront. Die kreisförmige Festungsanlage wurde zwischen 1564 und 1589 im Stil einer Rundbastion erbaut und diente einst zur Verteidigung der Stadt. Besondere Merkmale des Munot:
- Mächtige Ringmauer: Die dicken Mauern und das sternförmige Grabenwerk machen die Festung besonders beeindruckend.
- Turm mit Munotwächter: Jeden Abend um 21:00 Uhr läutet der Munotwächter die Glocke – eine jahrhundertealte Tradition.
- Aussichtsplattform: Von hier aus genießt man einen fantastischen Panoramablick über Schaffhausen, den Rhein und die Umgebung.
- Freilaufende Damhirsche: Im Burggraben leben seit über 100 Jahren Damhirsche, die die Besucher oft beobachten können.
Heute ist der Munot ein beliebtes Ausflugsziel, Veranstaltungsort für Konzerte und ein Wahrzeichen der Stadt Schaffhausen.
Nach einer kurzen Pause auf dem Munot und dem Genuss des herrlichen Blicks auf den Rhein machten wir uns auf den Weg zum Rheinfall. Nach 5 km und entspannter Fahrt erreichten unser Ziel.
Der Rheinfall – Europas größter Wasserfall
Der Rheinfall bei Schaffhausen in der Schweiz ist mit einer Breite von 150 Metern und einer Höhe von 23 Metern der größte Wasserfall Europas. Hier stürzen gewaltige Wassermassen – je nach Jahreszeit zwischen 250 und 600 Kubikmeter pro Sekunde – über die Felsen hinab. Besonders beeindruckend ist der Anblick im Frühling und Sommer, wenn die Schneeschmelze den Wasserstand des Rheins ansteigen lässt. Mehrere gut erreichbare Plattformen bieten spektakuläre Blicke auf die tosenden Wassermassen. Schloss Laufen: Die mittelalterliche Burg thront majestätisch über dem Wasserfall und bietet ein Besucherzentrum mit Infos zur Geschichte des Rheinfalls. Mutige können mit einem Boot zu einem mitten in den Wasserfall ragenden Felsen fahren und von dort die gewaltige Naturkraft hautnah erleben.
Nach der beeindruckenden Besichtigung des Rheinfalls begann unsere Radtour entlang des Rheins Richtung Konstanz-Petershausen. Diese Route war landschaftlich reizvoll und führte uns durch malerische Schweizer und deutsche Dörfer, entlang des Bodensees und durch ruhige Naturlandschaften.
Unterwegs machten wir Stopp in Stein am Rhein. Einem malerischen Städtchen mit wunderschönen Fachwerkhäusern, historischen Gassen und einem beeindruckenden Rathausplatz. Bei herrlichem Sonneschein war hier der perfekte Ort für eine kurze Kaffee-Pause.
Weiter ging es dem Untersee-Uferweg entlang. Eine idyllische Route entlang des Rheins und später des Untersees, mit herrlichen Blicken auf das Wasser.
In Petershausen, Hotel ABC endete unsere Tour. Das Abendessen genossen wir in Konstanz, natürlich gingen wir dorthin zu Fuß. Zum Abschluss genossen wir einen Drink beim Kulturkiosk Schranke e.V..
Tour 3 – Radolfzell, Überlingen und Meersburg (77km)
Unsere Radtour startete in Petershausen (Konstanz) und führte uns entlang des Bodenseeufers in Richtung Radolfzell. Die Strecke bot von Anfang an herrliche Ausblicke auf den See, gesäumt von grünen Wiesen und kleinen Ortschaften.
Wir fuhren auf gut ausgebauten Radwegen am Ufer des Seerheins entlang und erreichten nach etwa 20 km die Stadt Radolfzell. Hier legten wir eine kurze Pause ein, schlenderten durch die Altstadt und genossen den Blick vom Hafen aus auf den Bodensee.
Weiter ging es durch sanfte Hügel und schattige Wälder nach Ludwigshafen, wo wir den westlichen Bodensee hinter uns ließen und entlang des Überlinger Sees weiter radelten. Die Strecke wurde hier etwas hügeliger, bot aber traumhafte Panoramablicke. In Überlingen angekommen, stärkten wir uns in einem Café an der Seepromenade und bewunderten die historische Altstadt mit ihren charmanten Gassen.
Unsere nächste Station war Unteruhldingen, bekannt für das Pfahlbaumuseum, das einen Einblick in das Leben der Stein- und Bronzezeit gibt. Nach einem kurzen Fotostopp radelten wir weiter nach Meersburg, einer der schönsten Städte am Bodensee. Die beeindruckende Burg Meersburg, das malerische Stadtbild und die lebhafte Promenade luden zum Verweilen ein.
Von Meersburg nahmen wir die Fähre nach Konstanz, was eine entspannte Möglichkeit war, die Beine zu schonen und den See aus einer anderen Perspektive zu genießen. Nach der Ankunft in Staad ging es auf dem Radweg zurück nach Petershausen, wo unsere Rundtour endete.
Zum Abendessen schlenderten wir wie gehabt nach Konstanz. Natürlich genossen wir zum Abschluss einen Drink beim Kulturkiosk Schranke e.V..
Fazit: Eine abwechslungsreiche Strecke mit wunderschönen Landschaften, historischen Städten und tollen Radwegen. Die Kombination aus sportlicher Betätigung und kulturellen Highlights machte die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis!
Tour 4 – Inseln Mainau und Reichenau, Mannenberg (CH) und Kreuzlingen (CH) (45km)
Unsere Tour begann wieder in Petershausen (Konstanz) und führte uns durch eine der schönsten Landschaften rund um den Bodensee. Die Strecke kombinierte Natur, Kultur und idyllische Seepanoramen.
Von Petershausen fuhren wir zunächst entlang des Seerheins Richtung Insel Mainau. Die Route führte durch grüne Alleen und bot erste traumhafte Ausblicke auf den Bodensee. An der Mainau angekommen, genossen wir kurz den Anblick der blühenden Gärten und die herrliche Parklandschaft, bevor wir weiterfuhren.
Weiter ging es Richtung Reichenau, die größte Insel im Bodensee und ein UNESCO-Welterbe. Die Strecke führte uns entlang ruhiger Uferwege, vorbei an Obstplantagen und Gemüsefeldern. Auf der Reichenau besichtigten wir kurz das Münster St. Maria und Markus, bevor wir die Insel mit einer Solarfähre in Richtung Mannenbach verließen.
In Mannenbach, das auf der Schweizer Seite des Bodensees liegt gönnten wir uns eine kleine Pause am Ufer mit Blick auf das glitzernde Wasser. Danach ging es durch sanfte Hügel und malerische Landschaften weiter nach Kreuzlingen, direkt an der Grenze zu Konstanz.
In Kreuzlingen passierten wir den Hafen und das bekannte Seemuseum, bevor wir die Grenze überquerten und wieder nach Konstanz zurückkamen. Entlang des Rheins führte uns der Radweg schließlich wieder nach Petershausen, wo unsere Tour endete.
Fazit: Eine abwechslungsreiche Rundtour mit traumhaften Seeblicken, historischen Stätten und entspannten Radwegen. Die Mischung aus deutschen und schweizerischen Abschnitten machte die Fahrt besonders reizvoll!
Rückreise (32km)
– Komoot: Von Petershausen-West nach Singen (Hohentwiel) –
Der tag war schön. So fuhren wir vollgepackt mit unseren Fahrrädern 32 anstrengende Kilometer bis Singen. Die Wartezeit bis zur Abfahrt unseres Zuges verbrachten wir mit einer kleinen Sightseeingtour durch Singen. Scheint eine gemütliche Stadt zu sein.
Die Abfahrt mit dem Zug war spannend. Unsere Radplätze – wir hatten doch eine Reservierung – waren belegt. Eine Schaffnerin schaffte es die „Besetzer“ zu finden. Nach einigen Diskussionen konnten wir unsere Fahrräder endlich verstauen. In anderen Waggons ging es ähnlich chaotisch zu, so dass hinzugerufen Polizei einschreiten mußte. Der nahezu vollbesetzte Zug konnte mit einer Verspätung von 15 Minuten starten. Einige Fahrradfahrer bmußten aussen vor bleiben.
Die Fahrt nach Stuttgart war entspannt. Weiter ging es mit der S4 bis zur Station Favoritenpark. Beim Ständle am alten Bahnhof schlossen wir unsere schöne Radtour ab. Vielen Dank an unsere Kids. Toll organisiert.
Impressionen unserer Tour











Resümee
Nach 6 Tagen und über 320 Kilometer mit den Pedelec und Abstecher mit der Solarfähre von der Insel Reichenau nach Mannenbach (CH) sind wir wieder zu Hause angekommen!
Es war ein sehr schöner und erlebnisreicher Urlaub.
Wir konnten die Landschaften links und rechts des Bodensees und die Abende in der Studentenstadt Konstanz genießen. Hat Spaß gemacht.
Die Reiseorganisation durch unsere Kinder Hanna und Sebastian war ausgezeichnet, die Unterkunft hervorragend gewählt in ausgezeichneter Lage.
Die Touren gut organisiert. Die Entfernungen waren so gewählt, dass ausreichend Zeit war die Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zu besichtigen.
HRe & SRe Touristik – Diese Reiseorganisation(,-) können wir bedenkenlos weiterempfehlen.
Die von uns besuchten Orte am Bodensee
Information über die besuchten Orte am Bodensee
Auf Wiedersehen – Bis zum nächsten mal
Tschüss – Bis zum nächsten mal
Schee war es
Many thanks an unsere Kids Hanna & Sebastian
