Eine kleine Auszeit am Bodensee mit Strandbad, traumhaften Sonnenuntergängen, einer besonderen Opernnacht in Bregenz und vielen schönen Momenten auf der Lindauer Insel.
Inhaltsverzeichnis
SechsTage Lindau, eine kleine Auszeit am Bodensee
Sechs Tage Lindau lagen vor uns und wir freuten uns auf ein paar entspannte Tage am Bodensee. Also Koffer gepackt und mit der Bahn von Tamm in Richtung Lindau gestartet.
Die Anreise klappte insgesamt gut, auch wenn der Schienenersatzverkehr von Kressbronn nach Lindau-Reutin etwas mühsam war. Aber schließlich war es geschafft: Wir waren da!
Unsere Unterkunft, die Ferienwohnung Altstadtherz, war gleich die erste schöne Überraschung. Mitten in der Altstadt gelegen und gleichzeitig nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt, war sie für uns ein echtes kleines Juwel. Liebevoll und mit viel Herz eingerichtet, der Name passte wirklich perfekt.
Besonders praktisch war die inklusive Echt-Bodensee-Card. Damit konnten wir den öffentlichen Nahverkehr rund um Lindau nutzen und waren auch ohne Auto sehr flexibel.
Drei Tage Strandbad und ganz viel Sonne
Das Wetter meinte es ausgesprochen gut mit uns. Drei Tage lang strahlte die Sonne, und so wurde das Strandbad Lindau zu unserem zweiten Zuhause.
Mit der Linie 5 ging es vom Bahnhof bis zur Haltestelle Strandbad, anschließend noch ein kleines Stück zu Fuß, perfekt und völlig unkompliziert.
Das Strandbad selbst hat uns gut gefallen. Besonders angenehm waren die vielen großen Bäume, die reichlich Schatten spendeten. Der Bodensee allerdings zeigte sich von seiner ungewöhnlichen Seite: Der Wasserstand lag etwa 1,2 Meter unter dem Normalstand. Dadurch war der Einstieg ins Wasser nicht gerade ein Vergnügen und auch der Geruch war für uns ziemlich unangenehm.
Also bevorzugten wir das 50-Meter-Becken. Schwimmen, entspannen, Sonne tanken und bloß keinen Stress!
Lindau am Abend
Nach den Strandbad-Tagen genossen wir die Abende auf der Insel. An der Westpromenade fand ein Fest mit vielen Ständen und Musik statt. Wir schlenderten gemütlich vorbei, schauten uns um und ließen die sommerliche Stimmung einfach auf uns wirken.
Unser persönliches Highlight war aber jeden Abend der Sonnenuntergang.
Immer wieder zog es uns hinaus ans Wasser. Und tatsächlich war jeder Abend anders und wunderschön.
Besonders beeindruckend war der Mondaufgang in der Hafeneinfahrt, genau zwischen dem Neuen Leuchtturm und der Löwenmole. Solche Momente sind einfach unbezahlbar.
Ein besonderer Abend in Bregenz
Am vierten Tag stand ein Höhepunkt unserer Reise auf dem Programm: die Bregenzer Festspiele mit „La Traviata“.
Wir fuhren mit dem Schiff von Lindau nach Bregenz. Schon die Anreise über den Bodensee war ein Erlebnis. Die Tickets kosteten 96 Euro pro Person, und unsere Plätze seitlich auf der rechten Seite waren richtig gut.
Die Inszenierung hat uns sehr gefallen. Allerdings gab es an diesem Abend eine Gewitterwarnung. Immer wieder blickten wir deshalb etwas besorgt zum Himmel. Doch wir hatten Glück: Es blieb trocken!
Während der Vorstellung bekam eine Dame neben uns Kreislaufprobleme. Zum Glück konnte ihr schnell geholfen werden und nachdem sie die Beine hochgelegt hatte, ging es ihr wieder besser.
Nach der Vorstellung ging es gegen 0:30 Uhr mit der Bahn zurück nach Lindau. Die Rückfahrt war bereits im Festspielticket enthalten, sehr praktisch nach so einem langen Abend.
Regen, Stadtführung und eine kuriose Löwengeschichte
Unser letzter Tag sollte eigentlich noch einmal richtig aktiv werden. Doch die Wettervorhersage kündigte Regen an, und tatsächlich gab es zwischendurch den einen oder anderen Schauer.
Also ließen wir es gemütlich angehen und blieben auf der Insel.
Bei einer Stadtführung erfuhren wir viel Interessantes über Lindau. Besonders schmunzeln mussten wir über die Geschichte des Bayerischen Löwen im Hafen. Denn der Löwe zeigt sein Hinterteil in Richtung München.
Der Grund soll angeblich ein Streit um die Bezahlung gewesen sein: Maximilian II. von Bayern wollte die Kosten zunächst nicht übernehmen. Daraufhin drehte der Steinmetz den Löwen kurzerhand um. Als schließlich doch bezahlt wurde, blieb der Löwe einfach so stehen.
Ob die Geschichte nun genau so passiert ist? Egal, sie ist auf jeden Fall eine nette Lindauer Anekdote!
Heimreise mit dem Bus
Für die Rückfahrt entschieden wir uns für den Bus 200 nach Friedrichshafen. Dort stiegen wir in den Regionalexpress nach Stuttgart Hauptbahnhof um.
Auch das klappte problemlos.
Und so endeten fünf schöne Tage am Bodensee.
Unser Fazit
Lindau hat uns richtig gut gefallen. Die Kombination aus historischer Altstadt, Bodensee, Hafen, guter Gastronomie und vielen Möglichkeiten, mit Bus und Bahn unterwegs zu sein, macht die Insel zu einem tollen Reiseziel.
Besonders schön waren für uns die gemütliche Ferienwohnung, die sonnigen Tage im Strandbad, die Abende am See und natürlich die Bregenzer Festspiele.
Und die Sonnenuntergänge?
Die werden uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.
Unser Fazit: Die Lindauer Insel ist immer eine Reise wert und sechs Tage waren eigentlich viel zu schnell vorbei!
