Nordkap-Lofoten-Vesteralen Rundreise 22.06. – 04.07.2026 – Von Stockholm über Umea, Muonia, Skipsfjord (Nordkap), Melbu, Sorkjosen, Melbu (Vesteralen), Umea, mit Verlängerung in Stockholm
Inhaltsverzeichnis
Tag 1 – Anreise und erste Eindrücke von Stockholm (22.06.2026)
Endlich war der Tag gekommen: Unsere zwölf Tage dauernde Rundreise zum Nordkap mit anschließender Fahrt durch die Lofoten und Vesterålen konnte beginnen. Am Vormittag starteten wir mit Lufthansa von Stuttgart nach Stockholm. Bereits beim Landeanflug beeindruckten die unzähligen Inseln und Wasserflächen der schwedischen Hauptstadt – nicht umsonst wird Stockholm als das „Venedig des Nordens“ bezeichnet.
Pünktlich um 12:10 Uhr landeten wir auf dem Flughafen Arlanda. Dort wurden wir herzlich vom Hauser-Reiseteam mit Trensch, Werner und Wansa empfangen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 22 Grad herrschten ideale Bedingungen für unsere erste Besichtigung.
Noch bevor wir unser Hotel bezogen, begann um 13 Uhr eine Stadtrundfahrt durch Stockholm. Unterstützt wurde unser Reiseleiter von einer örtlichen Stadtführerin.
Unser erster Halt führte uns zum imposanten Stadshuset, dem berühmten Rathaus Stockholms. Das markante Backsteingebäude mit seinem rund 106 Meter hohen Turm zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Schwedens. Weltberühmt ist das Rathaus vor allem durch das festliche Nobelpreisbankett, das hier jedes Jahr nach der Verleihung der Nobelpreise stattfindet.
Weiter ging es auf die Anhöhen von Södermalm. Von der Stadsgårdsleden bot sich einer der schönsten Ausblicke auf die schwedische Hauptstadt. Vor uns lagen das Fotografiska-Museum, das Kreuzfahrtterminal, der Vergnügungspark Gröna Lund sowie zahlreiche Kirchen und historische Gebäude. Das Zusammenspiel aus Wasser, Inseln und Architektur machte diesen Aussichtspunkt zu einem echten Höhepunkt der Stadtrundfahrt.
Anschließend erreichten wir das Kungliga Slottet, das Königliche Schloss. Von dort spazierten wir durch die engen Gassen der Altstadt Gamla Stan bis zum Stortorget, dem ältesten Platz Stockholms. Die farbenfrohen Häuserfassaden gehören zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Direkt am Platz befindet sich auch das Nobelpreismuseum, das an Alfred Nobel und die Geschichte der Nobelpreise erinnert.
Zum Abschluss besuchten wir die Insel Skeppsholmen. Von hier boten sich noch einmal wunderschöne Ausblicke über die Altstadt und die Schärenlandschaft Stockholms.
Etwas schade war allerdings, dass die Erläuterungen unserer örtlichen Reiseleiterin recht knapp ausfielen. Gerade Stockholm mit seiner über 750-jährigen Geschichte hätte viele spannende Geschichten und Hintergrundinformationen geboten.
Am frühen Abend erreichten wir schließlich unser Hotel, das Quality Hotel XPO Arlanda. Nach dem Einchecken war erst einmal Entspannung angesagt. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war groß – schließlich lagen noch mehr als 5.000 Kilometer Busreise bis zum Nordkap vor uns.
Tag 2 – 610 Kilometer nordwärts bis Umeå (23.06.2026)
Der zweite Reisetag begann mit einer Nachricht, die wohl niemand erwartet hatte.
In der Nacht waren aus unserem Reisebus rund 300 Liter Dieselkraftstoff gestohlen worden. Selbst das erfahrene Hauser-Team zeigte sich überrascht. Dass so etwas ausgerechnet im als besonders sicheren Schweden passiert, hätte wohl niemand gedacht.
Zum Glück konnte das Problem schnell gelöst werden, sodass wir gegen 8:30 Uhr unsere Reise nach Umeå antreten konnten.
Vor uns lagen rund 610 Kilometer auf der Europastraße E4 – einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Schwedens. Schon bald ließen wir Stockholm hinter uns und passierten die traditionsreiche Universitätsstadt Uppsala. Je weiter wir nach Norden kamen, desto ruhiger wurde der Verkehr und desto dichter wurden die endlosen Wälder.
Unser erster Halt führte uns nach Hamränge. Dort fielen sofort die zahlreichen Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge auf. Schweden scheint auf die Elektromobilität bestens vorbereitet zu sein – Ladeparks dieser Größe sieht man in Deutschland noch eher selten.
Die nächste Pause legten wir im Myre Diner in Njurundabommen ein. Dort kam es zu einer überraschenden Begegnung. Zufällig trafen wir einen Urlauber aus Besigheim, der früher die Realschule in Bietigheim besucht hatte – sogar mit demselben Klassenlehrer, allerdings zwei Jahrgänge vor uns. Wieder einmal zeigte sich, wie klein die Welt manchmal sein kann.
Am Nachmittag erreichten wir die Höga Kusten, die „Hohe Küste“. Von der Touristeninformation bot sich ein herrlicher Blick auf die Högakustenbron, eine der längsten Hängebrücken Skandinaviens. Die elegante Brücke überspannt den mächtigen Ångermanälven und zählt zu den bekanntesten Bauwerken Nordschwedens.
Nach einem ausgiebigen Fotostopp folgte die letzte rund 200 Kilometer lange Etappe ohne weitere Unterbrechung bis nach Umeå.
Unser Hotel, das Elite Hotel Mimer, besitzt eine außergewöhnliche Geschichte. Das Gebäude war früher eine Schule und wurde mit viel Liebe zum Detail zu einem stilvollen Hotel umgebaut. Viele architektonische Elemente erinnern noch heute an seine ursprüngliche Nutzung.
Nach dem Einchecken nutzten wir die Zeit für einen Spaziergang durch Umeå. Obwohl die Stadt über 130.000 Einwohner zählt und als bedeutende Universitätsstadt gilt, wirkte sie erstaunlich ruhig. Vermutlich hatten sich die meisten Studierenden bereits in die Sommerferien verabschiedet.
Wir besichtigten das Rathaus, die moderne Stadtbibliothek, die Umeå Stadskyrka sowie die Uferpromenade am Fluss Umeälven. Die entspannte Atmosphäre machte den Abendspaziergang besonders angenehm.
Nach dem gemeinsamen Abendessen ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Die langen nordischen Sommerabende mit ihrem weichen Licht vermittelten bereits einen ersten Eindruck davon, was uns in Lappland noch erwarten sollte.
Tag 3 – Über den Polarkreis nach Finnisch-Lappland (24.06.2026)
Um 7:30 Uhr hieß es erneut: Koffer verladen und Abfahrt. Mit über 600 Kilometern stand die nächste lange Etappe auf dem Programm.
Die Landschaft veränderte sich zunehmend. Dichte Wälder, glasklare Seen und endlose Straßen bestimmten nun das Bild. Die Besiedlung wurde immer dünner und die Natur gewann zunehmend die Oberhand.
Nach einer kurzen Pause bei Ljusvattnet erreichten wir später Gammelstad Kyrkstad bei Luleå. Die historische Kirchenstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den besterhaltenen ihrer Art weltweit. Rund um die mittelalterliche Kirche gruppieren sich mehr als 400 kleine rote Holzhäuser, die früher den Gläubigen als Übernachtungsmöglichkeit dienten, wenn sie von weit her zum Gottesdienst anreisten.
Ein ganz besonderer Moment wartete wenig später auf uns.
Auf der Provinzstraße 392 erreichten wir den Polarkreis. Natürlich durfte das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen. Mit einem Glas Sekt wurde die Überquerung des nördlichen Polarkreises gebührend gefeiert.
Ganz ehrlich: Der eigentliche Ort entsprach allerdings nicht ganz unseren Erwartungen. Das berühmte Schild stand auf einem schlichten Parkplatz, umgeben von großen Rohren, Baumaschinen und Baucontainern. Romantik sieht anders aus. Dennoch überwog die Freude – schließlich überschreitet man den Polarkreis nicht alle Tage.
Kurz darauf passierten wir die Grenze nach Finnland. Landschaftlich änderte sich zunächst wenig. Wälder, Seen und Moore wechselten sich in beeindruckender Regelmäßigkeit ab. Die Weite Lapplands vermittelte sofort das Gefühl von Freiheit und Ursprünglichkeit.
Am frühen Abend erreichten wir schließlich Muonio. Direkt am Fluss gelegen empfing uns das gemütliche Harriniva Hotel.
Ein Teil unserer Reisegruppe entschied sich anschließend für den Besuch einer Huskyfarm. Während einer interessanten Führung erfuhren wir viel über das Leben der Schlittenhunde, ihre Ausbildung und ihren Einsatz während der langen Winter in Lappland.
Ein besonderes Erlebnis war die Mitternachtssonne. Selbst am späten Abend wurde es kaum dunkel. Die Sonne stand noch immer tief am Horizont und tauchte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht. Ein faszinierendes Naturschauspiel, das man in Mitteleuropa nur schwer beschreiben kann – man muss es einfach selbst erlebt haben.
Nach dem Abendessen endete ein weiterer eindrucksvoller Reisetag. Mit jedem Kilometer rückte unser großes Ziel näher: das Nordkap – der nördlichste Punkt unserer Reise.
Tag 4 – Von Muonio nach Skipsfjord (Honningsvag, Nordkapp) (490 km)
Tag 4 – Endlich am Ziel: Das Nordkap! (25.06.2026)
Heute war der Tag, auf den sich wohl alle Teilnehmer unserer Reise seit Monaten gefreut hatten. Das große Ziel rückte endlich in greifbare Nähe: das Nordkap, einer der nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkte Europas.
Schon früh am Morgen verließen wir unser Hotel in Muonio. Rund 490 Kilometer lagen vor uns – eine Strecke, die landschaftlich abwechslungsreicher kaum hätte sein können.
Nach einem kurzen ersten Halt in Finnland führte uns die Route weiter nach Guovdageaidnu (Kautokeino) in Norwegen. Die kleine Gemeinde gilt als eines der bedeutendsten Zentren der samischen Kultur. Hier leben viele Angehörige der indigenen Bevölkerung Nordskandinaviens, deren Traditionen bis heute lebendig geblieben sind.
Und wieder bewahrheitete sich der Satz: Die Welt ist ein Dorf.
Während unseres Tankstopps kamen wir mit einem Mann ins Gespräch, der tatsächlich dieselbe Schule in Bietigheim besucht hatte. Zufälle gibt es, die kann man kaum glauben – und genau diese Begegnungen machen Reisen oft so besonders.
Je weiter wir nach Norden fuhren, desto rauer und ursprünglicher wurde die Landschaft. Baumgrenzen verschwanden, stattdessen bestimmten Tundra, Felsen, Seen und unzählige Rentiere das Bild. Immer wieder kreuzten die Tiere völlig gelassen die Straße und zwangen unseren Bus zu kurzen Bremsmanövern.
Gegen Mittag erreichten wir Alta, die größte Stadt der Provinz Finnmark.
Hier legten wir einen längeren Aufenthalt ein. Besonders beeindruckte uns die moderne Nordlichtkathedrale (Alta Kirke). Das außergewöhnliche Gebäude mit seiner spiralförmigen Architektur gehört zu den markantesten Kirchen Norwegens und wurde erst 2013 eröffnet. Im Inneren beeindruckte sie durch ihre schlichte Eleganz und die außergewöhnliche Lichtführung.
Nach einem kleinen Stadtbummel und einer Mittagspause setzten wir unsere Reise fort.
Der nächste Halt führte uns nach Levdnjá, einem kleinen, abgelegenen Weiler mitten in der weiten Landschaft Finnmarks. Hier zeigte sich Norwegen von seiner stillen Seite: endlose Fjorde, schroffe Berge und eine nahezu unberührte Natur begleiteten uns.
Über Russenes gelangten wir schließlich an den Porsangerfjord. Entlang der Europastraße E69 eröffneten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das tiefblaue Wasser, eingerahmt von kahlen Bergen und einer Landschaft, die fast unwirklich erschien. Dazu strahlte die Sonne ununterbrochen vom Himmel – besser hätten die Bedingungen kaum sein können.
Nun begann der letzte Abschnitt zum Nordkap.
Vorbei an Honningsvåg, dem nördlichsten Hafen Norwegens, durchquerten wir den fast sieben Kilometer langen Nordkaptunnel, der das Festland mit der Insel Magerøya verbindet. Bis Ende der 1990er-Jahre war das Nordkap ausschließlich per Fähre erreichbar. Erst der Bau dieses beeindruckenden Unterseetunnels machte eine durchgehende Straßenverbindung möglich.
Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel, das Scandic Nordkapp in Skipsfjorden.
Eine interessante Besonderheit: Die Hotelgebäude dienten ursprünglich als Athletenunterkünfte während der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer. Nach den Spielen wurden sie abgebaut, in den hohen Norden transportiert und dort wieder aufgebaut – eine außergewöhnliche Geschichte.
Nach dem Abendessen blieb nur wenig Zeit zum Ausruhen.
Gegen 21 Uhr begann schließlich der eigentliche Höhepunkt unserer gesamten Reise.
Da für die letzten 26 Kilometer zum Nordkap besondere Vorschriften gelten, übernahm ein norwegischer Busfahrer die Fahrt. Andere Länder, andere Regeln.
Bereits unterwegs wartete die erste Überraschung.
Am Aussichtspunkt Turfjordhøyda bot sich ein fantastischer Blick über den Fjord. In der Ferne konnten wir bereits das Nordkap erkennen. Obwohl es inzwischen später Abend war, stand die Sonne noch immer hoch am Himmel. Sonnenuntergang? Fehlanzeige. Hier oberhalb des Polarkreises herrscht im Sommer schließlich die berühmte Mitternachtssonne.
Und dann war es endlich soweit.
21:35 Uhr – Ankunft am Nordkap.
Die berühmten Koordinaten 71°10’21“ nördlicher Breite waren erreicht.
Was für ein Moment!
Unser Reiseleiter erzählte uns, dass der Himmel am Nordkap häufig wolkenverhangen sei und Besucher oftmals Nebel oder Regen erleben. Wir dagegen hatten unglaubliches Glück. Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und nahezu windstille Bedingungen begleiteten unseren gesamten Aufenthalt.
Besser hätte das Wetter kaum sein können.
Natürlich führte unser erster Weg sofort zum weltberühmten Globus, dem Wahrzeichen des Nordkaps. Erstaunlicherweise war dieser sogar zeitweise nahezu menschenleer – eine seltene Gelegenheit für Erinnerungsfotos ohne große Besuchergruppen.
Anschließend blieb genügend Zeit, die Nordkaphalle ausführlich zu erkunden.
Der beeindruckende Panoramafilm im Cave of Lights zeigte die vier Jahreszeiten am Nordkap und machte deutlich, welchen extremen Bedingungen Mensch und Natur hier ausgesetzt sind.
Wir besuchten außerdem das Monument „Children of the World“, das als Symbol für Frieden und internationale Verständigung errichtet wurde.
Auch das Midnattsolmonumentet sowie der offizielle Startpunkt des europäischen Fernwanderwegs E1, der bis nach Sizilien führt, gehörten selbstverständlich zu unserem Rundgang.
Immer wieder zog es uns jedoch hinaus auf die Klippen.
Dort standen wir einfach nur da, blickten auf das Eismeer und genossen diesen einzigartigen Ort. Die Sonne stand selbst um Mitternacht noch über dem Horizont und tauchte Meer und Felsen in ein warmes, goldenes Licht.
Ein Naturschauspiel, das sich kaum in Worte fassen lässt.
Erst gegen 0:15 Uhr machten wir uns langsam auf den Rückweg zum Bus. Nach unzähligen Fotos, vielen stillen Momenten und einem überwältigenden Naturerlebnis traten wir gegen 1:15 Uhr die Rückfahrt zum Hotel an.
Unglaublich.
Es gibt Reisetage, die vergisst man nie.
Der 25. Juni 2026 wird für uns ganz sicher einer davon bleiben…..
Tag 5 – Entlang der Fjorde nach Sørkjosen (26.06.2026, 380km)
Nach dem unvergesslichen Abend am Nordkap fiel der Abschied am nächsten Morgen nicht ganz leicht. Doch schon bald wartete das nächste Kapitel unserer Reise auf uns. Unser Ziel war heute Sørkjosen, ein kleiner Ort am Reisafjord – das Tor zu den Vesterålen und den Lofoten.
Mit rund 380 Kilometern war die Tagesetappe zwar deutlich kürzer als an den Vortagen, dennoch sollte sie wegen der kurvenreichen Straßen und der zahlreichen Fotostopps genügend Zeit in Anspruch nehmen.
Schon kurz nach der Abfahrt zeigte sich Nordnorwegen wieder von seiner beeindruckenden Seite. Die Straße führte vorbei an Fjorden, schroffen Bergen und endlosen Tundralandschaften. Hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neues Panorama.
Unser erster Halt erfolgte am Repparfjorddalen. Vom Parkplatz bot sich ein herrlicher Blick über den gleichnamigen Fluss, der sich durch die weite Landschaft schlängelte. Die klare Luft, das ruhige Wasser und die nahezu unberührte Natur vermittelten genau das Bild, das viele mit Nordnorwegen verbinden.
Ein weiterer kurzer Fotostopp folgte bei Levdnjá, bevor wir die Stadt Alta auf unserer Weiterfahrt nur streiften.
Kurz darauf wartete eine Überraschung auf uns.
Auf einem Rastplatz mitten in der norwegischen Natur hatte das Hauser-Team eine ganz besondere Pause vorbereitet. Wansa hatte bereits im Vorfeld zahlreiche Zutaten eingekauft und verwandelte den Parkplatz kurzerhand in einen gemütlichen Picknickplatz.
Frisches Brot, verschiedene Wurst- und Käsesorten, Obst, Gemüse sowie viele weitere Leckereien wurden liebevoll angerichtet. Inmitten der beeindruckenden Landschaft schmeckte dieses spontane „Picknick auf norwegische Art“ gleich doppelt so gut.
Eine tolle Idee des Hauser-Teams, die von allen Teilnehmern begeistert aufgenommen wurde und sicherlich vielen in Erinnerung bleiben wird.
Frisch gestärkt setzten wir unsere Reise fort.
Eigentlich hätte unsere Route nun durch den Kvænangsfjelltunnel geführt. Doch stattdessen entschieden wir uns für die deutlich schönere Passstraße über das Fjell.
Diese Entscheidung erwies sich als Volltreffer.
Oben am Gildetun legten wir eine längere Pause ein. Das gemütliche Berghotel mit seinem begrünten Dach und den traditionellen samischen Kunstwerken fügt sich harmonisch in die Landschaft ein.
Von hier oben bot sich einer der schönsten Ausblicke des Tages.
Weit unter uns erstreckte sich der Kvænangenfjord, dessen tiefblaues Wasser bis hinaus zum offenen Nordmeer reichte. Dazwischen lagen zahlreiche Lachsfarmen, deren runde Netzgehege wie kleine Inseln auf dem Fjord wirkten. Die Kombination aus Meer, Bergen und wolkenlosem Himmel bot ein beeindruckendes Panorama.
Immer wieder blieb Zeit, einfach stehen zu bleiben und die Stille dieser großartigen Landschaft zu genießen.
Am Nachmittag führte uns die Route weiter entlang der Fjorde bis nach Sørkjosen.
Unser Tagesziel war das gemütliche Reisafjord Hotel, direkt am Fjord gelegen. Nach dem Einchecken blieb noch genügend Zeit für einen kleinen Spaziergang durch den beschaulichen Ort.
Sørkjosen besitzt einen kleinen Regionalflughafen und wirkt insgesamt angenehm ruhig und überschaubar. Vom Hotel aus spazierten wir zum Jachthafen, wo zahlreiche Segel- und Motorboote vor Anker lagen.
Anschließend führte unser Weg weiter zur Storslett Skole. Zu unserer Überraschung fand dort gerade ein Treffen von Oldtimerfreunden statt. Zahlreiche liebevoll restaurierte Fahrzeuge säumten den Parkplatz und boten einen interessanten Kontrast zur ansonsten modernen skandinavischen Umgebung.
Langsam neigte sich ein entspannter Reisetag dem Ende entgegen.
Nach den langen Fahrstrecken und den vielen Höhepunkten der vergangenen Tage tat dieser etwas ruhigere Tag richtig gut. Die fantastische Landschaft Nordnorwegens begleitete uns dennoch auf Schritt und Tritt und machte auch diese Etappe zu einem besonderen Erlebnis.
Mit einem guten Abendessen und dem Blick auf den stillen Reisafjord ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Morgen wartete bereits der nächste Höhepunkt unserer Reise: die spektakulären Inselwelten der Vesterålen und wenig später die legendären Lofoten.
Tag 6 – Traumstraßen, Fjorde und Brückenwelten der Vesterålen (27.06.2026)
Der sechste Reisetag begann erneut früh. Unser heutiges Ziel war Melbu auf den Vesterålen – einer Inselgruppe, die oft im Schatten der berühmten Lofoten steht, landschaftlich jedoch mindestens genauso beeindruckend ist.
Mit rund 500 Kilometern lag wieder eine längere Etappe vor uns. Doch wie so oft in Norwegen galt auch heute: Nicht das Ziel war das eigentliche Highlight, sondern der Weg dorthin.
Schon nach kurzer Fahrzeit legten wir bei Skibotn einen ersten kurzen Halt ein. Die morgendliche Sonne spiegelte sich in den Fjorden, während die umliegenden Berge noch teilweise von Schneefeldern bedeckt waren. Die klare Luft und die nahezu unberührte Natur begleiteten uns den ganzen Tag.
Ein besonderes Erlebnis erwartete uns wenig später beim Sami Shop Heia – 69° Nord.
Bereits der Eingang war außergewöhnlich gestaltet. Mehrere große traditionelle Sami-Zelte, sogenannte Lavvus, bildeten das Zentrum der Anlage. Vor einem offenen Lagerfeuer wurden wir herzlich empfangen. Der Duft von brennendem Holz und geräucherten Spezialitäten sorgte sofort für eine gemütliche Atmosphäre.
Im Inneren fanden sich unzählige typisch norwegische Produkte – von Rentierfellen über kunstvoll gearbeitete Messer bis hin zu Pullovern, Schmuck und Souvenirs aus Lappland.
Natürlich durfte auch eine kleine kulinarische Kostprobe nicht fehlen. Wir probierten Rentierwurst, Elchwurst und sogar Wurst vom Wal – Spezialitäten, die man nicht alle Tage auf den Teller bekommt. Geschmacklich durchaus interessant und sicherlich eine Erfahrung wert.
Anschließend führte uns die Reise weiter Richtung Süden.
In Bjerkvik, wunderschön am Ofotfjord gelegen, legten wir eine längere Pause ein. Das sonnige Wetter lud förmlich dazu ein, sich ein großes Eis zu gönnen und den Blick über den Fjord schweifen zu lassen.
Je weiter wir fuhren, desto spektakulärer wurde die Landschaft.
Die Straßen schlängelten sich immer wieder entlang tief eingeschnittener Fjorde, während sich schneebedeckte Berggipfel im Wasser spiegelten. Hinter nahezu jeder Kurve eröffnete sich ein neues Postkartenmotiv.
Ein weiterer Höhepunkt war die Überquerung der Tjeldsundbrua. Die elegante Brücke verbindet das norwegische Festland mit den vorgelagerten Inseln und gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt auf dem Weg zu den Vesterålen und Lofoten.
Von der Brücke bot sich ein herrlicher Blick auf den Tjeldsund und die umliegende Bergwelt.
Immer wieder wurde deutlich, welch enorme Ingenieurleistung Norwegen beim Ausbau seiner Verkehrswege erbracht hat. Ohne die zahlreichen Brücken und Tunnel wären viele dieser Regionen bis heute nur schwer erreichbar.
Unsere Route führte anschließend entlang des malerischen Gullesfjords bis nach Gullesfjordbotn, einem kleinen Ort mitten in einer beeindruckenden Fjordlandschaft. Das umliegende Naturschutzgebiet zeigte sich von seiner schönsten Seite. Tiefblaues Wasser, grüne Berghänge und schneebedeckte Gipfel bildeten eine Kulisse wie aus einem Reisekatalog.
Wenig später erreichten wir die markante Sortlandbrua.
Die imposante Brücke verbindet die Inseln Langøya und Hinnøya und zählt zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen der Region. Von ihrer Höhe bot sich erneut ein fantastischer Blick über Fjorde, Inseln und das offene Meer.
Doch damit war der Tag noch lange nicht zu Ende.
Schon kurze Zeit später folgte mit der Hadselbrua das nächste beeindruckende Bauwerk. Die elegante Schrägseilbrücke überspannt den Hadselfjord und gehört zu den bekanntesten Brücken Nordnorwegens.
Kaum hatten wir diese überquert, folgte bereits die Børøybrua, die uns schließlich nach Stokmarknes führte.
Der kleine Ort besitzt eine ganz besondere Bedeutung für Norwegen.
Hier wurden im Jahr 1893 die legendären Hurtigruten gegründet. Was einst als Postschiffverbindung begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Seereisen der Welt. Das moderne Hurtigrutenmuseum erinnert eindrucksvoll an diese Geschichte und macht Stokmarknes zu einem bedeutenden Ort für die norwegische Seefahrt.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Melbu.
Unser Hotel lag direkt am Fähranleger und bot einen herrlichen Blick auf den Fjord sowie die vorbeiziehenden Schiffe. Die ruhige Lage machte den perfekten Abschluss dieses abwechslungsreichen Reisetages.
Rückblickend war heute tatsächlich der Weg das eigentliche Ziel.
Unzählige Fjorde, schneebedeckte Berge, spektakuläre Brücken und immer wieder neue Panoramablicke machten diese Etappe zu einer der landschaftlich schönsten unserer gesamten Rundreise.
Nach dem Abendessen ließen wir den Tag entspannt ausklingen und genossen die besondere Atmosphäre der Vesterålen.
Die Vorfreude auf den nächsten Tag war bereits groß – schließlich warteten nun die weltberühmten Lofoten, eine der spektakulärsten Inselgruppen Europas.
Tage 7 – 12 folgen demnächst
Tag 7: Von Melbu (Vesteralen) nach Fauske (380km ++)
Fauske: Scandic Fauske Hotel
….
Tag 8: Von Fauske nach Umea (620 km)
Umea:
….
Tag 9: Umea nach Stockholm (630 km)
30.06.2026
Stockholm: Best Western Bromma (Scandic infr city)
….
Tag 10: Stockholm Tag 1
01.07.2026
Stockholm: BestWestern Bromma
….
Tag 11: Stockholm Tag 2
02.07.2026
Stockholm: BestWestern Bromma
….
Tag 12: Stockholm Tag 3
03.07.2025
Stockholm: BestWestern Bromma
….
Tag 13: Heimflug von Stockholm nach Frankfurt
04.07.2026
Stockholm: BestWestern Bromma
….
